Ayurveda und seine Begriffe wie „Vata“, „Pitta“ und „Kapha“, sind in aller Munde. Wenn du schon lange wissen möchtest, was sich eigentlich dahinter verbirgt und warum deine Individualität im ayurvedischen Gesundheitssystem eine ganz besondere Rolle einnimmt, dann lies hier weiter.

Ich hatte früher sehr oft das Gefühl, hier in unserer „modernen Welt“ keine wirklich passenden Empfehlungen für meine Gesundheit zu finden. Ständig bekommt man ein neues Konzept übergestülpt, das angeblich für alle das Richtige ist. Um gesund zu sein, müssen alle dünn sein, aber auch nicht zu dünn, der BMI darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten oder unterschreiten. Das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit. Viel Obst und Gemüse, am besten roh, steigere die Gesundheit. Es wird empfohlen, Unmengen an Smoothies zu trinken, um unseren Körper zu entgiften. Einmal sind Zwischenmahlzeiten gut, dann sind sie wieder schlecht. Und auch die Ernährungspyramide ist uns allen noch gut im Gedächtnis.
Während sich einige dieser unzähligen Empfehlungen gut anfühlen, kann ich mit anderen überhaupt nichts anfangen, ganz im Gegenteil, habe ich bei manchen das Gefühl, dass sie mir eher schaden würden. Aus meinen Coachings weiß ich, dass es auch vielen meiner Klientinnen so geht.

Ayurveda, das jahrtausendealte Gesundheitssystem aus Indien, hat die Einzigartigkeit jedes Wesens erkannt und diese auch in der Entwicklung seiner Gesundheitslehre berücksichtigt. Bei meinem ersten Ayurveda Vortrag hatte ich ein großes Aha-Erlebnis. Plötzlich war so vieles klar. Jeder Mensch ist einzigartig und darf es auch sein. Somit hat aber auch jeder Mensch einzigartige Bedürfnisse und ganz einzigartige Ansprüche, um seine Gesundheit zu erhalten.

Die Doshalehre – Basis des Ayurveda

Um dies zu veranschaulichen hat Ayurveda das Konzept der Doshas entwickelt, welches auf der Lehre der fünf Elemente basiert.

Ayurveda Doshas und ihre Elemente

 

Jedes Dosha wird von jeweils zwei Elementen dominiert und erhält dadurch seine Eigenschaften und Charakteristika. Nach Ayurveda bestehen wir alle und auch unsere gesamte Umwelt aus diesen fünf Elementen, somit können wir mit unserer Umgebung interagieren – wir können also Nahrungsmittel aufnehmen und verwerten, Luft atmen und auch Medikamente zu uns nehmen. All dies interagiert mit unseren Doshas und wirkt auf unser Doshagefüge.

Deine Einzigartigkeit

Nun ist es so, dass wir alle aus allen drei Doshas bestehen, jedoch in einer ganz individuellen Zusammensetzung. Dadurch erhält jeder Mensch, jede Blume, jeder Baum, jedes Tier seine ganz individuellen Eigenschaften. Diese drücken sich aus im Körperbau, dem Verhalten, dem Charakter, den Gesichtsformen, der Haar- und Hautstruktur etc. Anhand dieser Charakteristika lässt sich die Zusammensetzung des Doshagefüges erkennen und dies wiederum gibt uns Aufschluss darüber, welche Ernährungs- und Lebensweise für die jeweilige Person gesund ist.
Somit gibt es aus ayurvedischer Sicht nichts, das für alle Menschen gleich empfehlenswert ist. Während für die einen Pfeffer sehr verträglich ist, sollten andere eher zu Ingwer greifen. Die einen sollten nach dem Essen ruhen, die anderen dürfen sich nach dem Essen bewegen.

Wie Du Deine ayurvedische Konstitution erkennen kannst und welche Empfehlungen Ayurveda für Dich bereithält, das erfährst Du in den nächsten Posts hier im Blog. Stay tuned und eine schöne Woche!

Namasté,

Tamara-1

 

 

 

Abbildung:

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