In den luftigen Höhen und fantastischen Weiten bewegt sich Vata – das dynamische Prinzip des Ayurveda.

Vata wird von den beiden Elementen Luft (vayu) und Raum (akasha) bestimmt und entspricht diesen auch in seinen Eigenschaften – kalt, rau, beweglich, trocken, leicht, veränderlich und klar.

Im menschlichen Körper hat Vata den Hauptsitz im Bereich des Dickdarms. Weitere Sitze finden sich in den Außenseiten der Oberschenkel, die bei vielen Menschen häufig kalt sind, im Lenden- und Kreuzbeinbereich und in den Sinnesorganen.

Wie erkennst du nun deinen Vata-Anteil?

Menschen mit einem sehr hohen Vata-Anteil sind bestimmt von Schnelligkeit und Luftigkeit und sind fast immer in Bewegung. Bei ausgeprägtem Vata fällt es der Person schwer, einmal ruhig sitzen zu bleiben. Vata-Menschen besitzen sehr viele Interessen, genießen es, sich unter vielen Menschen aufzuhalten und sind sehr unternehmungsfreudig. Sie können sich leicht und schnell für neue Themen begeistern und beginnen gerne Neues. Schwierig wird es dann aber, das Neubegonnene auch zu Ende zu bringen. Vata-dominante Menschen können ungeduldig und unzuverlässig sein und sind meist sehr kreativ.

Das Erscheinungsbild von Vata-dominanten Personen ist meist lang und dünn. Die Haut ist sehr dünn und neigt zu Trockenheit und Rauheit. Die Hände und Füße sind sehr schmal und haben lange, dünne Finger und Zehen. Die Venen und Knochen treten gut sichtbar hervor. Die Haare sind eher trocken, dünn und gekrauselt und das Gesicht besitzt markante Züge mit schmalen Lippen und unruhigen, kleinen Augen.

Aufgrund der hohen Trockenheit neigen Vata-Menschen zu Problemen in ihrem Verdauungssystem und durch die enge Verbindung von Vata zum Nervensystem zu neurologischen Erkrankungen. Die hohe Beweglichkeit von Vata verursacht häufig Unruhe, Schlaflosigkeit und das Auftreten von Ängsten. Weitere Anzeichen von sehr hohem Vata sind Steifheit der Gelenke, Verrenkungen und Knochenbrüche, Blähungen, Schluckauf und Empfindungsstörungen der Sinnesorgane.

Hast du dich in diesem Artikel wiedererkannt oder liegen die Hauptanteile deiner Konstitution bei den anderen Doshas?

Wie du diese erkennst und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen du bei einem Ungleichgewicht deiner Doshas anwenden kannst, erfährst du in den nächsten Artikeln – stay tuned!

Namasté,

Tamara-1