Kennst du das auch? Du wachst morgens auf, quälst dich aus dem Bett und bereits dein Weg ins Bad ist von Eile bestimmt? Schnell putzt du deine Zähne, duschst, ziehst dich an, richtest deine Frisur und eventuell dein Make-Up, irgendwann dazwischen setzt du deinen Kaffee auf, trinkst ihn und verschlingst dein Frühstück, sodass du dann gehetzt und bereits das erste Mal an dem Tag erschöpft in deinem Büro ankommst. Wenn du auch Kinder zu versorgen hast, dann kümmerst du dich mittendrin auch noch darum, dass sie aufstehen, sich anziehen und etwas zu essen bekommen.

 

Und wenn ich dir nun etwas von einer Morgenroutine erzähle, dann kannst du nur milde drüber lächeln, weil du dir beim besten Willen nicht vorstellen kannst, wann du diese noch unterbringen sollst?

 

Was aber, wenn ich dir aus eigener Erfahrung versichern kann, dass es sich für einen bewussten Start in den Tag wirklich auszahlt, 15 Minuten früher aufzustehen? Vielleicht hältst du mich jetzt für verrückt. Vielleicht denkst du dir, dass das wirklich keine Option für dich ist, weil du ohnehin zwischen den Bedürfnissen deiner Kinder, dem Haushalt und der Planung des nächsten Tages um jede Minute Schlaf kämpfen musst.

Und trotzdem möchte ich dich heute dazu einladen, es zumindest mal auszuprobieren.

 

5 Gründe für deine Morgenroutine

 

Fühlst du dich im Alltag häufig gestresst und hast das Gefühl, dass du nicht mal mehr richtig zum Durchatmen kommst? Dann ist die Morgenroutine optimal für dich, um dir bereits vor dem Start in deinen Alltag mit all den Terminen und zu erfüllenden Aufgaben eine kleine Auszeit zu nehmen. Dich selbst zu verwöhnen, deinen Körper zu entspannen und deinen Geist klar werden zu lassen. Du wirst sehen, wenn du deinen Geist täglich morgens klärst, dann begleitet dich eine gewisse Gelassenheit durch den ganzen Tag und du kannst all deine Aufgaben fokussierter angehen.

 

Fühlst du dich morgens sehr schwer und kommst nur sehr langsam in die Gänge? Auch hierbei hilft dir eine klärende Morgenroutine. Durch Atemübungen kannst du deinen Körper und Geist mit frischer Energie versorgen und bringst Leichtigkeit in dein System. Eine kleine Bewegungseinheit, die deinen Körper zum Schwitzen bringt und das Reinigungsprogramm befreit deinen Körper von Abfallstoffen, die deinen Organismus belasten.

 

Bist du sehr häufig durch den Wind und kannst dich nur sehr schwer konzentrieren? Wenn du dir am Morgen die Zeit nimmst, dich zu zentrieren und zu erden, dann kommst du gelassener durch den Tag. Eine gute Erdung wirkt wie ein Schutz gegen all den Stress, der tagsüber auf dich einströmt und deinen Organismus durcheinander bringt.

 

Für mich ist die Morgenroutine auch ein Zeichen von Selbstliebe. Ich bin es mir wert, dass ich nur für mich und mein Wohlbefinden morgens früher aufstehe. Denn wenn du nur aufstehst, um pünktlich im Büro zu sein, dann beginnt bereits dein Morgen auf eine gewisse Art und Weise fremdbestimmt. Morgens nur für dich ein paar Minuten früher aufzustehen, ist ein sehr kraftvolles Werkzeug, um deine Selbstliebe zu zelebrieren. Und wenn du mit diesem Akt der Selbstliebe in den Tag startest, dann hat der Tag bereits am Morgen eine ganz andere Qualität.

 

Der frühe Morgen ist auch eine wundervolle Zeit, um deine Frauenkraft zu hüten und zu pflegen. Sehr viele von uns sind tagsüber stark gefordert und müssen nicht selten in einer sehr männlich geprägten Berufswelt „ihren Mann stehen“. Die Wandlung hin zur Wertschätzung von weiblichen Qualitäten vollzieht sich erst langsam und so lassen auch wir Frauen uns häufig in ein männlich geprägtes Verhalten drängen. Dies möchte ich hier nun überhaupt nicht bewerten, doch führt dies häufig dazu, dass wir unsere weiblichen Anteile unterdrücken und sie nicht ausleben, was wiederum dazu führt, dass wir uns von der Quelle unserer Frauenkraft getrennt fühlen.

Wenn wir uns nun am Morgen die Zeit nehmen, die Verbindung zur Quelle unserer Frauenkraft bewusst zu fühlen, dann können wir den ganzen Tag über daraus schöpfen und kraftvoller auf Herausforderungen reagieren.

 

8 Inspirationen für deinen Blooming Morning

 

1. Nutze die optimale Zeit zum Aufstehen

 

Nach den ayurvedischen Zeitqualitäten ist die beste Zeit zum Aufstehen vor 6 Uhr am Morgen. Bis 6 Uhr herrschen noch die Elemente Luft und Raum vor, diese Zeit unterstützt dich optimal darin, mit Leichtigkeit aufzustehen. Auch, wenn es sich die ersten Male sehr schwer anfühlt, wirst du merken, dass sich dein Organismus mit der Zeit darauf einstellt und dir auch für deine zusätzliche Aufmerksamkeit dankt, die du ihm dadurch schenkst. Ich hab es mir angewöhnt, ohne Wecker aufzustehen, denn so kann mein Körper genau zum richtigen Zeitpunkt aufwachen und wird nicht aus der Tiefschlafphase gerissen. Früher konnte ich mir das wirklich nicht vorstellen, doch ich habe mir das vorgenommen und mein Körper hat sich voll und ganz darauf eingestellt.

Gib auch deinem Körper die Chance von alleine aufzuwachen, indem du ihm bereits am Abend vor dem Einschlafen „mitteilst“, wie lange du schlafen möchtest und wann die optimale Zeit für dich zum Aufwachen ist. Irgendwann stellt sich dein Körper darauf ein und du erwachst, bevor der Wecker läutet. Wichtig ist dann allerdings, dass du dann auch auf deinen Körperrhythmus hörst und aufstehst und die Zeit, bis dein Wecker läutet, nicht dazu nutzt, um nochmal ein paar Minuten zu schlummern.

 

2. Zeit für Reinigung

 

Im Ayurveda startet der Morgen mit einer guten Reinigung des Körpers. Dazu zählt der Gang zur Toilette, um deinen Darm zu entleeren. Funktioniert dies nicht von alleine, dann kannst du auch vor der Toilette 1 – 2 Gläser warmes, abgekochtes Wasser trinken. Je nach deinem Geschmack auch gerne mit einem Schuss Zitronensaft .

Putze deine Zähne und nutze einen Zungenschaber oder einen Löffel, um deine Zunge von Ablagerungen zu befreien. Anschließend folgt das Ölziehen mit 1 EL Kokos- oder Sesamöl, das du in deinem Mund hin- und herziehst für mindestens 5 Minuten, optimalerweise 10 Minuten (du kannst die Zeit nutzen, um dein Frühstück vorzubereiten oder deinen Körper zu ölen und zu duschen etc.).

Wenn du möchtest, kannst du nun auch deine Nase mit einer Nasendusche reinigen. Das geht am bequemsten mit einem Neti-Kännchen und leicht gesalzenem lauwarmen Wasser. Dies ist vor allem im Winter, wenn die Luft sehr trocken ist oder viele Menschen um dich herum verkühlt sind, sehr empfehlenswert und hilft auch gut, wenn du spürst, dass deine Nasennebenhöhlen verschleimt sind.

Vor der Dusche kannst du deinen Körper mit einer sanften Ölmassage verwöhnen. Das Öl hilft dabei, Ablagerungen aus deinem Gewebe unter der Haut zu lösen und schützt deine Haut vorm Austrocknen beim Duschen. Auch wenn sich nicht täglich eine Ganzkörpermassage ausgeht, ist es ein wunderschöner Akt der Selbstfürsorge, wenn du Teile deines Körpers sanft massierst und ölst – z.B. eine sanfte Bauchmassage, kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn, oder ein sanftes Ölen von Gesicht und Brustbereich. Verwöhne auch ganz bewusst deine Brüste mit sanften kreisenden Ausstreichungen, dies ist die beste Vorsorge, um deine Brüste gesund zu halten.

Wenn du möchtest und du Zeit hast, kannst du das Öl ein paar Minuten einziehen lassen, bevor du es unter der Dusche mit lauwarmem Wasser sanft abspülst. Die Zeit zum Einwirken kannst du für deine Meditationspraxis oder Atemübungen nutzen, wenn sich das für dich stimmig anfühlt.

 

3. Meditation/Atemübungen

 

Schenke dir die Zeit, um in Stille bei dir anzukommen und deiner Innenwelt zu lauschen. Vielleicht kennst du bereits Meditations- oder Atemtechniken, die dir gut tun, dann kannst du diese in deine Morgenroutine einbauen. Ansonsten setze dich in eine ganz bequeme, aufrechte Haltung. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und mit jedem Ausatmen lass alles los, was dich bereits jetzt am frühen Morgen beschäftigt. Sei dir bewusst, dass all diese Gedanken geduldig auf dich warten und du sie wieder aufnehmen kannst nach deiner Meditation. Lass nun den Atem ganz frei fließen und spüre bewusst hin zu jedem Atemzug. Nimm die Atemluft wahr und spüre, wie sich deine Bauchdecke sanft hebt und senkt. Lass dich ganz in diese Stille sinken und genieße das Bei-Dir-Ankommen.

 

4. Journaling

 

Ich empfinde es als sehr schönes Ritual, mir am Morgen ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um niederzuschreiben, was sich in der Meditation gezeigt hat. Oder ich schreibe meine Träume aus der vergangenen Nacht in mein Tagebuch oder Gedanken, die mich beim Aufwachen begleitet haben. Sehr schön ist es auch, am Morgen niederzuschreiben, wofür du in deinem Leben dankbar bist. Wenn du in dieser Dankbarkeit in den Tag startest, bekommt er eine ganz andere Qualität und dir fällt es leichter, tagsüber gelassener zu bleiben.

 

5.Kleines Bewegungsprogramm

 

Ein paar Runden Sonnengrüße, eine individuelle Yogapraxis oder ein flotter Spaziergang an der frischen Luft bringen deinen Kreislauf in Schwung und lockern und kräftigen deine Muskulatur, sodass sich Spannungen lösen können. Es muss nicht immer das volle 1,5 Stunden-Programm sein, doch empfiehlt es sich, deinen Körper regelmäßig leicht zum Schwitzen zu bringen, kenne aber deine Grenzen und gehe nicht über sie hinaus. Erkenne die Bewegung als ein Geschenk von dir an dich und deinen Körper.

 

6. Nährendes Frühstück

 

Beim Frühstücken gehe ganz nach deinem Gefühl, frei von Dogmen oder vorherrschenden Ernährungstrends. Gerade in der Früh spüren wir sehr gut, ob unser Verdauungsfeuer gut brennt und die Nahrung vom Vortag gut verdaut wurde. Iss dein Frühstück nur dann, wenn du wirklich Hunger hast. Die Zeit zwischen 6 und 10 Uhr wird von den Elementen Erde und Wasser dominiert und ist geprägt von Schwere und dein Verdauungsfeuer arbeitet bereits dadurch etwas schwächer. Wenn du morgens keinen Hunger hast, dann lass dein Frühstück gerne ausfallen und nimm um 10 Uhr eine Kleinigkeit zu dir.

Achte beim Frühstück auf jeden Fall darauf, frische Nahrungsmittel zu dir zu nehmen und verzichte auf Industrienahrung.

 

Bei all den Empfehlungen möchte ich dir jedoch einen sehr wichtigen Aspekt ans Herz legen: Die Morgenroutine ist ein Akt der Selbstfürsorge und es ist absolut nicht nötig, dass du jeden Tag alle Empfehlungen unterbringst, wenn dir das Stress bereitet oder du einfach keine Zeit dafür hast. Aus den Inspirationen stelle dir deinen eigenen Blooming Morning zusammen, der dich stärkt, auf allen Ebenen nährt und dich freudvoll und bewusst in den Tag starten lässt.

Alles Liebe zu dir,

Tamara

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